Übersicht


  • Im Jahr 2013 gegründet
  • Kategorie: FinTech
  • Mehr als 700 Mitarbeiter und Büros in Barcelona, Berlin und New York
  • 2 Millionen Kunden in 24 europäischen Ländern
  • 513 Millionen USD Finanzierungsvolumen
  • Website: www.n26.com

Das Fintech-Startup N26 hat seinen Hauptsitz in der deutschen Hauptstadt Berlin und wurde von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet. Hervorgegangen aus Papayer, welches Teil des Axel Springer Plug and Play Accelerators war und bis 2014 noch den Ansatz einer Teenager-Kreditkarte verfolgte, bietet N26 seitdem volldigitalisierte Bankingleistungen an, ähnlich einer traditionellen Bank, jedoch ohne Filialen, eigene Bankautomaten oder persönliche Kundenberater. Mit dem Ansatz, das Bankwesen zu digitalisieren, hat das Berliner Startup seit seiner Markteinführung im Jahr 2015 mittlerweile mehr als 2,3 Mio. Kunden in 24 Ländern (Stand Q14/20198) gewinnen und Transaktionen im Wert von über 20 Mrd. verarbeiten können. Das Unternehmen beschäftigt zudem mehr als 700 Mitarbeiter in seinen Büros in Berlin, New York und Barcelona.







Geschäftsmodell


Mit seinem Ansatz des digitalen Bankings verzeichnet N26 seit Jahren konstante Wachstumsraten. Die Nutzung der N26-Services ist vielseitig und reicht von einem kostenlosen bis hin zum kostenpflichtigen Angebot. Mit seinem kostenlosen Angebot bietet N26 seinen Kunden eine Basisversion an, mit der sie bei über 5000 deutschen Einzelhändlern unbegrenzt sowie mit ihrer Mastercard bis zu fünfmal monatlich an allen Bankautomaten kostenlos Abhebungen tätigen können. Die kostenpflichtigen Angebote befinden sich aktuell im Preisbereich zwischen 9,90 € und 16,90 € und bieten den Kunden ein breiteres Angebotsspektrum wie zum Beispiel weltweit kostenlose Abhebungen, Versicherungspakete oder Kundenservice.

N26 verdient neben den pauschalen monatlichen Gebühren auch an transaktionsabhängigen Umsätzen, wie durch klassische Zinsen bei Dispositionskrediten, Umrechnungsgewinnen bei Fremdwährungen, z. B. bei Auslandszahlungen oder -abhebungen, sowie bei Kartenzahlungen im Einzelhandel, für die N26 sog. Interchange Gebühren erhebt. Im klassischen Bereich der nationalen Geldabhebungen verdient N26 an Geldautomaten nach der fünften Abhebung innerhalb eines Monats jeweils 2 Euro.

Mittlerweile umfasst das Produktangebot von N26 auch Konsumentenkredite, Investitions- sowie Sparprodukte, sodass N26 immer weiter in den Markt der traditionellen Banken vordringt. Wichtigster Unterschied dabei ist jedoch die schlanke Kostenstruktur, die N26 es ermöglicht, ihre Dienstleistungen günstiger anzubieten. Obwohl N26 eine volle Bankenlizenz besitzt, stammen viele der angebotenen Produkte nicht aus dem eigenen Haus, sondern werden durch Partnerunternehmen bereitgestellt, die an N26 eine entsprechende Kommission zahlen. Geschäftsführer Valentin Stalf begründet diesen Wg damit, dass er glaube, die Bank der Zukunft müsse nicht alle Dienstleistungen hauseigens entwickeln, da es auf dem Markt für jedes Produkt eigene Spezialisten gibt, die im Zweifel aufgrund ihres Fokus darauf eine bessere Leistung anbieten können. Vielmehr glaube er, dass Kunden eine zentrale Anlaufstelle wie ihre Bank bevorzugen, die sie berät und ihnen die besten Produkte empfiehlt, ähnlich wie Vergleichsportale. N26 gehe dabei pro neuem Markt so vor, dass die bereits vorhandenen Angebote analysiert würden und im Falle, dass ein superiores Produkt verfügbar sei, dieses implementiert bzw. der jeweilige Anbeiter als Partner integriert werde. Falls kein überlegenes Produkt ausgemacht werden könne, schließt Stalf aber nicht aus, dass man dieses selbst entwickeln würde (Quelle Venture TV).



Markt


Das Bankwesen ist eher traditionell geprägt und hat die Digitalisierung zunächst teilweise verschlafen, während Startups ihren Vorteil hinsichtlich Tempo und der Agilität genutzt haben. So betrug der Anteil des Online-Bankings zu Beginn des 21. Jahrhunderts beispielsweise um das Jahr 2000 noch weniger als 10%, während im Jahr 2018 mehr als 50% ihre Geschäfte digital abwickeln.








Revolut (https://www.revolut.com)

  • Sitz: London (UK)
  • Gegründet: 2015
  • Bewertung: 1,7 Mrd. US-Dollar
  • Finanzierung: 336,4 Mio. US-Dollar (Stand Q1/2019)
  • Investoren: DST Global, Index Ventures, Balderton Capital, Triple Point Capital
  • Stage: Later Stage
  • Fokus: Digital-Bank

Monese
(https://monese.com)
  • Sitz: London (UK)
  • Gegründet: 2013
  • Finanzierung: 77,20 Mio. US-Dollar (Stand Q1/2019)
  • Investoren: Kinnevik AB, YYX Capital und United Partners
  • Stage: Early Stage
  • Fokus: Digital-Bank

Monzo (https://monzo.com)
  • Sitz: London (UK)
  • Gegründet: 2015
  • Finanzierung: 211,70 Mio. US-Dollar (Stand Q1/2019)
  • Investoren: Accel, General Catalyst, Thrive Capital, Passion Capital, Goodwater Capital
  • Stage: Later Stage
  • Fokus: Digital-Bank

Starling Bank (www.starlingbank.com)
  • Sitz: London (UK)
  • Gegründet: 2014
  • Finanzierung: 96,80 Mio. US-Dollar (Stand Q1/2019)
  • Investoren: Harald McPike
  • Stage: Growth Stage
  • Fokus: Digital-Bank (mobile only)

Simple (www.simple.com)
  • Sitz: Portland, Oregon (USA)
  • Gegründet: 2009
  • Finanzierung: 15,30 Mio. US-Dollar (Stand Q1/2019)
  • Investoren: First Round Capital, IA Ventures, Life.SREDA
  • Stage: Exit an Bando Bilbao
  • Fokus: Digital-Bank

Tandem Bank (www.tandem.co.uk)
  • Sitz: London (UK)
  • Gegründet: 2013
  • Finanzierung: 39,30 Mio. US-Dollar (Stand Q1/2019)
  • Investoren: Convoy Global Holdings
  • Stage: Growth Stage
  • Fokus: Digital-Bank

Atom Bank (https://www.atombank.co.uk/)
  • Sitz: Durham (UK)
  • Gegründet: 2014
  • Finanzierung: 369,00 Mio. US-Dollar (Stand Q1/2019)
  • Investoren: Banco Bilbao Vizcaya Argentinia
  • Stage: Growth Stage
  • Fokus: Digital-Bank




Finanzierung


Das Fintech-Startup N26 hat bis Anfang 2019 insgesamt 513 Millionen US-Dollar Risikokapital von seinen Investoren eingesammelt. Mit einer Bewertung von 2,7 Milliarden US-Dollar gehört es nicht nur zu den am besten finanzierten Startups, sondern auch zu den 100 wertvollsten Startups der Welt (Stand Q1/2019).







Im Jahr 2014 haben Earlybird Ventures, der Schweizer VC Redalpine Venture Partners sowie der Plug & Play Accelerator von Axel Springer und Plug and Play Tech Center insgesamt 2 Millionen US-Dollar in das junge Startup, das zu dem Zeitpunkt noch unter dem Namen Number 26 firmierte, investiert und damit die Seedrunde angeführt.

Die Series-A Finanzierung des Startups schloss das Startup mit dem US-amerikanischen Risikokapitalgeber Valar Ventures im Jahr 2015 ab und sammelte dabei 10,6 Millionen US-Dollar ein.

Nur ein Jahr später, im Jahr 2016, investierten der renommierte Venture Capitalist Horizon Ventures aus China sowie Battery Ventures aus den USA insgesamt 40 Millionen US-Dollar in das Startup aus Berlin. Mit der Finanzierung im Rahmen der Series-B unterstützen die Risikokapitalgeber maßgeblich das weitere Wachstum und ermöglichten, die Vision des “Digitalbanking” weiter auszubauen.

2018 gab N26 schließlich bekannt, dass die Investoren Tencent Holdings aus der Volksrepublik China sowie die Allianz Gruppe, über ihr Investmentvehikel Allianz X, insgesamt 160 Millionen US-Dollar investierten.

Weniger als ein Jahr später veröffentlichte N26 im Rahmen einer Pressemitteilung die Information, dass sie erneut eine Finanzierungsrunde in Höhe von 300 Millionen US-Dollar abgeschlossen haben. Der bekannte Venture Capital-Investor Insight Venture Partners (unter anderem Investments in Alibaba, TeamViewer und shutterstock) sowie die Singapore Investment Corporation, welche diverse Staatsfonds verwaltet, führten die Series-D Runde des Berliner Startups an. Hintergrund der Finanzierungsrunde dürfte der Einstieg in den größten Banking-Markt der Welt sein: die USA. Das Management von N26 strebe die globale Expansion an und möchte nach Großbritannien weitere Kernmärkte wie die USA erschließen, um dort Marktführer im mobile Banking zu werden. Dadurch solle laut Geschäftsführer Valentin Stalf das Ziel von insgesamt 50 bis 100 Millionen Kunden weltweit erreicht werden.



Börsengang als Option für die Zukunft?


Stalf teilt der “Welt” zunächst mit, bei der weiteren Finanzierung in naher Zukunft keinen Börsengang für N26 anzustreben. Nichtsdestotrotz hält sich N26 die Option offen, auch über die Börse weiteres Kapital einzusammeln, mache dies aber auch von der weiteren Unternehmensentwicklung abhängig. Für Gesellschafter die trotz des rasanten Wachstums einen Verkauf ihrer Anteile anstreben, bieten sich häufig Secondary-Transaktionen als geeignete Möglichkeit des “Mini-Exits” an. Dabei veräußern Gesellschafter einen Teil ihrer Beteiligung an dem Startup an andere Bestandsgesellschafter oder auch einen neuen Investoren. Eine zentrale Anlaufstelle für solche attraktiven Angebote an sog. Secondary Shares deutscher Wachstumsunternehmen stellt die Sekundärmarktplattform der German Startups Market dar, auf der sowohl Gesellschafter solche Anteile einstellen als auch Interessenten mit solchen in Kontakt treten können. Auf dem Marktplatz G|S Market™ werden ständig Anteile an attraktiven deutschen Startups angeboten.



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